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Statement von der Südafrikanischen Zabalaza Anarchist Communist Front (ZACF)

Die Zabalaza Anarchist Communist Front (ZACF) ist eine Südafrikanische Anarchistische Gruppe, die ebenso ein Statement gegen die Fußball-WM veröffentlicht haben. Diese können die Situation wahrscheinlich am besten wiedergeben, da sie das ganze Grauen leider vor Ort ertragen mussten.

Das Statement könnt ihr auf der Website der ZACF nachlesen.

Aktionswoche beendet – Bald vorbei…

Unsere Aktionswoche ist nun ja bereits vorbei und wir bedanken uns bei allen die sich beteiligt haben.
Es waren nicht immer die größten Aktionen, dafür aber umso schöner (Auftaktdemo klein aber oho, Abschlusskundgebung mit vielen Zuhörer_innen auf dem Alex!).
Besonders wollen wir uns bei den mitspielenden Teams vom Antinationalen Fußballfest bedanken, das war ein toller Tag mit euch! Wir konnten viele Passant_innen mit Informationen und Flyern versorgen und haben einen antinationalen Freiraum geschaffen, bei der ein Zusammensein auch ohne Nationalfahnen und -hymnen möglich war. Selbst die Ultras von „Mädchen für’s Grobe“ waren sehr lieb…

Ausführliche Berichte folgen…

Außerdem sind die letzten Tage der WM angebrochen und hoffentlich verschwindet der ganze Nationalkram dann schnell wieder.
Auch danach setzen wir uns für eine Welt ohne Grenzen und Nationen ein und werden erst aufgeben, wenn unser Leben uns wieder selbst gehört.

Auch nach der WM bleibt es dabei:
Grenzen einreißen, Nationen wegkicken!

Fußball-WM und Nationalismus

Am 11.6.2010 beginnt die diesjährige Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. In Deutschland und anderen Staaten führt diese sportliche Großveranstaltung zu einer offenen zur Schaustellung des Nationalgefühls und vermittelt, dass es vollkommen legitim ist, stolz auf die eigene Nation zu sein.
Die vergangen Fußballweltmeisterschaften haben gezeigt, dass während der WM Deutschland exzessiv gefeiert wird, ohne die Auswirkungen und Folgen von Nationalstaaten, Nationalimus und Patriotismus zu reflektieren. Gefördert wird hierbei der in unserer Gesellschaft vorherrschende kapitalistische Konkurrenzgedanke, der Menschen – in diesem Fall Menschen anderer Nationen – über eine Mannschaft gegeneinander antreten lässt um darum wettzueifern, welche Nation die bessere ist.

Zudem bereitet sich die Wirtschaft bei jeder WM auf eine Gewinnsteigerung durch die Vermarktung des Ereignisses vor und stimmt die Bürger_innen schon vor dem eigentlichen Beginn auf die Feier der Nation ein. Von Plakatwerbungen über billige Deutschlandfahnenangebote in Supermärkten bis hin zu Aktionen wie „wenn Deutschland Weltmeister wird, gibt’s den gekauften Fernseher umsonst“ wird schon alles getan, um die Konsument_innen zum Kauf zu bringen und sich dem „verpflichtenden“ Nationalgefühl anzuschließen.

Nationalismus über Fußball zu vermitteln hat zur Folge, dass kaum ein Mensch reflektiert, was Nationen, Nationalismus und Patriotismus zur Folge haben. Denn wenn mensch Fußball sieht, denkt er nicht an Menschen, die in Abschiebeknästen sitzen oder von deutschen Soldat_innen in Afghanistan umgebracht werden. Aber genau diese Kritik muss im Mittelpunkt stehen, wenn überall Nationalflaggen wehen. Es muss einen kritischen Umgang mit Nationen, Nationalismus und Patriotismus im Allgemeinen geben. Dazu
möchten wir anregen!

Ganz konkrete Folgen von Nationalstaaten sind beispielsweise Kriege im Sinne von nationalen Interessen. So ein Krieg ist der Einsatz der Bundewehr in Afghanistan und ob es dabei nun um die Sicherheit der
deutschen „Staatsbürger_innen“ geht oder um die wirtschaftlichen Interessen der Nation Deutschland spielt hierbei keine Rolle. Doch genau solche Begründungen wie: wirtschaftliche Interessen, Schutz der eigenen Bürger_innen etc. stellen eindeutig nationale Interessen dar.

Dass der deutsche Wohlstand gesichert wird, indem alle Menschen, welche nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzten abgeschoben werden, liegt ebenso im nationalen Interesse. Den nationalen Interessen werden in diesen Fällen Menschenleben untergeordnet, welche scheinbar weniger wert
sind.

Die Wohlstandsunterschiede zwischen den Staaten, die aus nationalen Interessen in den Zeiten des Kolonialismus geschaffen wurden, gelten heute immer noch. Die südliche Hemisphäre muss mit Armut kämpfen, während der wohlhabendere Norden all seine Entwicklung den Rohstoffen und Sklav_innen
des Südens verdankt. Dass die ehemaligen Kolonien der Europäer_innen heute mit Hungersnöten, Krankenheiten und Analphabetismus zu kämpfen haben, stört die ehemaligen Kolonialist_innen nicht. Diese predigen eine kapitalistische Wirtschaftsweise, welche lediglich dazu beiträgt, dass diese sowieso schon ausgebeuteten Länder noch weiter ausgebeutet werden können. Auch hierbei wird keinerlei Rücksicht auf Menschenleben genommen, anstelle dessen steht wieder das nationale Interesse im Vordergrund.

Aufgrund dieser Tatsachen möchten wir einen kritischen Umgang mit Nationen,Nationalismus und Patriotismus fördern. Hierzu rufen wir zu einer antinationalen Aktionswoche „Nationen wegkicken – Für eine Welt ohne Grenzen, Diskriminierung und Nationalstolz“ vom 19.6-26.6 auf.

Aktionswoche 19. – 26. Juni

Die WM beginnt bereits am 11. Juni und dauert bis zum 11. Juli. Also rechnet schon davor mit vermehrten Fahnenaufkommen. Atmet einmal kräftig durch und überlegt euch, was ihr in Berlin (und gerne auch wo anders) gegen diesen Wahnsinn machen wollt…

Ihr könnt:

- lange Urlaub machen
- euch einschließen
- schreien
- weinen

oder euch unserer Aktionswoche vom 19. bis 26. Juni 2010 anschließen und (kreativ) was gegen diesen Wahnsinn unternehmen.

Wir planen derzeit eine Auftaktdemo und viele andere Formen des kreativen Protests.
Also schreibt euch diese Woche schonmal dick in euren Terminkalender und beteiligt euch – gerne auch mit eigenen Ideen.

Nähere Infos folgen demnächst…

Eure „Nationen wegkicken“

Nationen wegkicken – eine kurze Erläuterung

Hallo da draußen.
Bald beginnt wieder eine Fußball-Weltmeisterschaft. Das heißt es wird bald wieder überall von Nationalflaggen wimmeln, überall sieht mensch nun schon Werbung, mit denen potentielle „Schwarz-rot-murks“-Träger_innen auf das Gemeinschaftsgefühl „WM“ eingestimmt werden sollen – und damit auch wieder auf „Deutschland stolz sein“ sollen.

Dagegen wollen wir etwas setzen:
Mit unserer Kampagne „Nationen wegkicken“ wollen wir unseren Teil für eine Welt frei von Nationen, Grenzen und Gewalt beitragen. Wir wollen zeigen, dass dieses sportliche Ereignis auch zu Ausgrenzungen, Intoleranz und Hass führen kann – z.B. führt ein dabei entstehendes „Wir-Gefühl“ zu Abgrenzungen zum „anderen“ (Fans anderer Fußballnationalmannschaften etc.).
Wir sehen unsere Arbeit in klar libertär-anarchistischen Zusammenhang: Wir wollen nicht nur Deutschland abschaffen, sondern alle Grenzen auf dieser Welt. Wir stehen für eine Welt, die sich frei und in gegenseitigem Respekt entfalten kann und friedlich und helfend zusammenlebt. Das ist unser Traum und unser Ziel.

In den nächsten Wochen soll diese Seite mit Aktionsideen, Texten und Argumenten gegen Nationen und Grenzen – im Zusammenhang mit der Fußball-WM – gefüllt werden. Wenn ihr Ideen oder Anregungen habt oder euch an den Aktionen beteiligen wollt, meldet euch gerne bei uns – oder seid selber kreativ! Über Aktionsberichte eurer antinationalen Aktionen freuen wir uns und veröffentlichen sie gerne auf diesem Blog…

Bis dahin,

eure „Nationen wegkicken“